Der Metallbau ist in Deutschland ein Industriezweig beziehungsweise ein Handwerksgewerbe, welches sich im Allgemeinen mit der Verarbeitung von Metallen, auch in Kombination mit anderen Werkstoffen, beschäftigt. Gleichsam dient das Wort „Metallbau“ als Oberbegriff für die Gewerke der Schlosser und Schmiede. Beide Handwerksberufe wurden in Deutschland im Jahr 1989 unter der Berufsbezeichnung des Metallbauers rechtsverbindlich zusammengefasst. Heute werden die Begriffe Metallbau und Schlosserei häufig synonym angewandt.
Im Einzelnen befassen sich Metallbauer mit der Erstellung von Gebäudebestandteilen aus Metall wie Türen, Fenster, Treppen sowie Dachplatten und Anbauten wie Wintergärten. Weiterhin werden auch Anlagen im Außenbau oder Anlagen für Außenbereiche. Hierzu zählen beispielsweise Sport-und Freizeitinstallationen, Fassadenverkleidungen, Überdachungen, etc..
Metallbau: Abgrenzung zu anderen Gewerken nach DIN
Da die Metallbau – Branche ein breites Tätigkeitsspektrum abdeckt und der Begriff des Metallbaus sehr weitläufig gefasst ist, lässt sich die Branche nur schwer von anderen Gewerken abgrenzen. Die rechtliche Abgrenzung, entsprechend den DIN Normen 18357 bis DIN 18380, von Arbeiten die dem Metallbau zuzuordnen beziehungsweise nicht zuzuordnen sind, ist dementsprechend umstritten.
Nach der DIN Normen gehören unter anderem Tätigkeiten im Sanitärbereich wie Klempnerarbeiten, Arbeiten im Stahlbau und Beschlagearbeiten nicht zum Metallbau. Auslegungsbedürftig sind die in der DIN getroffenen Regelungen häufig bei der Abgrenzung zwischen Metallbau und Stahlbau, da es zwischen den beiden Gewerken relativ großflächige Überschneidungen gibt und die Grenzen zwischen Metallbau und Stahlbau fliesend sind. Ein häufig herangezogenes Unterscheidungsmerkmal ist die Dimensionierung beziehungsweise die Größenordnung sowie die Sicherheitsstandards der angefertigten Baukonstrukte. So werden im Metallbau eher kleiner Bauelemente wie Metalltreppen angefertigt, während im Stahlbau Großteile, zum Beispiel für den Brückenbau hergestellt werden.
Geschichtlich geht der Metallbau auf das Schmiedehandwerk zurück. Als klein strukturiertes Handwerksgewerbe wandelte sich der Metallbau, im Zuge der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts, und nahm zunehmend industrielle Züge an.
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