Der Beruf des Kunstschmieds gehört zu den Metall verarbeitenden Berufen und ist eine Abzweigung des Schlossers oder Metallbauer in Richtung Konstruktionstechnik. Die amtssprachliche Berufsbezeichnung lautet in Deutschland Metallbauer im Fachbereich Metallgestaltung. Der Beruf ist dem des Schmieds (Berufsbezeichnung existiert heute nicht mehr) sehr ähnlich. Wie stark diese Parallelen ausgeprägt sind, hängt stark mit der Ausrichtung des Betriebes zusammen, in welchem der Beruf ausgeübt wird. Speziell Kunstschmieden, in denen ausschließlich in Handarbeit gefertigt wird, kommen dem Bild der traditionellen Schmieden sehr nahe.
Ein Kunstschmied ist mit der Formung und Montage von Metallteilen durch verschiedene Techniken befasst. Hierzu zählen unter anderem Hämmern, Pressen (Formung) sowie Schweißen und Nieten (Montage). So können zum Beispiel Edelstahlkamine als Alternative zum gemauerten Schornstein zum Repertoire gehören. Die Hauptarbeitsmaterialien sind neben Bronze und Eisen verschiedene andere Metalle und Edelmetalle wie beispielsweise Silber. Bei der Bearbeitung der Materialien zeichnet sich der Kunstschmied besonders durch die kunstvolle Bearbeitung des Metalls aus. So verzieren die Handwerker einzelne Elemente im Hausbau wie Geländer, Tore und Türen mit kunstvollen Reliefs oder schaffen Muster durch geschickte Anordnung und Verbiegung von Sprossen, Geländern, etc.
Kunstschmied: Entwicklung des Schmiedewesens in Asien und Nordafrika
Geschichtlich reichen die Spuren, der dem Kunstschmied – Beruf vorangegangenen, Schmiedekunst bis in die Bronzezeit zurück. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass bereits vor etwa 4900 bis 5000 Jahren Kunstgegenstände, Waffen sowie Werkzeuge für Handwerk und Ackerbau aus Eisen hergestellt wurden. Die ältesten gefundenen Eisenstücke der Welt wurden im heutigen Ägypten in der Cheops – Pyramide entdeckt.
Später wurde die Schmiedekunst vor allem in Südostasien, in China und Indien und im vorderasiatischen Raum in Palästina und Babylon weiter verfeinert. Speziell indisches Eisen genoss bis weit in das Mittelalter hinein, aufgrund seiner Härte, hohes Ansehen. Nach Europa kam die Schmiedekunst über die Griechen, die ihr Wissen wahrscheinlich von den Ägyptern transferierten.
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