Die Schlosserei ist ein Handwerk, welches sich mit der Fertigung von Metallwerkstücken befasst. Der Begriff „Schlosserei“ kann Synonym für die Bezeichnung des Berufsfeldes als auch für einzelne Betriebe im Schlossergewerbe herangezogen werden. Alternativ zur Schlosserei kommt häufig der Begriff Metallbau zur Anwendung, speziell bei der industriellen Großproduktion. Betriebe im Handwerk, die mit der Herstellung von Kleinteilen befasst sind, werden dagegen als Schlosserei (im engeren Sinne) angesehen.
Je nach spezifischem Tätigkeitsfeld in der Metallbearbeitung teilt sich das Schlosserei-Gewerbe in verschiedene Berufsgruppen auf. Insgesamt werden im Handwerk mindestens drei verschiedene Sparten unterschieden – der Metallbauer, der Bauschlosser sowie der Fahrzeug- oder Kfz-Schlosser. In der Industrie werden unter anderem Stahlbauschlossern und Maschinenschlossern unterschieden.
Berufe und Hersteller in der Schlosserei
Der Metallbauer, der vielerorts auch als Kunstschmied bezeichnet wird, fertigt neben Konsumartikeln wie Kerzenhaltern feststehende Metallbestandteile für den Hausbau an. Hierunter fallen zum Beispiel Metalltüren, -tore oder -fenster. Dabei sind Metallbauer auch für das kunstvolle Verzieren der Gebäudeteile verantwortlich. Der Beruf umfasst also auch künstlerische Tätigkeiten.
Im Gegensatz zum Metallbauer, ist der Bauschlosser ausschließlich mit der Fertigung von Metallbauteilen und Kleinstteilen für die Weiterverarbeitung befasst. Die Arbeit enthält keine gestalterischen oder künstlerischen Züge. Die Tätigkeit des Metallbauers und des Bauschlossers sind dem Handwerk zugeordnet, stellen aber ähnlich wie Zimmerer oder Bautischler Schnittstellen zwischen Handwerks- und Bauberuf dar.
Wie der Name bereits sagt, stellen Kfz-Schlosser Metallbauteile für Kraftfahrzeuge her. Die Tätigkeit beinhaltet aber auch das Verrichten von Reparaturmaßnahmen und Inspektionen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit sind Kfz-Schlossereien wichtige Zulieferer für Kfz-Werkstätten. Die Untergliederung der Schlosserei in verschiedene Berufsfelder ist heute nur noch als informelle Klassifizierung der Unternehmen der Branche gebräuchlich. Dementsprechende gesetzliche Regelungen wurden bereits Ende der 80iger Jahre aufgegeben.
Das Handwerk ist überwiegend klein- bis mittelständisch strukturiert. Die Betriebe in der Schlosserei haben, je nach ihrer jeweiligen Größenordnung, verschiedene Rechtsformen. Mittelständische Unternehmen sind dabei zumeist als Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder als Aktiengesellschaft organisiert, während kleinere Betriebe häufig Träger der Rechtsformen der offenen Handels- oder Kommanditgesellschaft sind. Bekannte Schlossereien beziehungsweise Metallbauunternehmen in Deutschland sind unter anderem die Metallbau Puchelt GmbH und Kammann Metallbau GmbH & Co. KG.
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